Hauptthema des ersten Buches Mose ist die Entstehung der Welt. Deshalb wird dieses Buch auf griechisch "Genesis" genannt, d.h. Geburt, Entstehung. Der hebräische Name des Buches ist bereschit: "Im Anfang".

Das erste Buch Mose ist Teil der Tora (des Pentateuchs) und will uns als solches über den Anfang der Welt belehren. Die erste Bedeutung des hebr. Wortes Tora ist nicht Gesetz, wie wir oft denken, sondern Unterweisung.

Das Buch Genesis beantwortet wichtige Fragen wie:

  1. Woher kommt unsere Welt?
  2. Woher kommt der Mensch?
  3. Warum gibt es so viel Übel in der Welt?
  4. Wo ist Gott und was macht er?

Erstaunlicherweise behandelt das erste Buch Mose alle wichtige Themen, die wir im Alten Testament begegnen: Schöpfung, Sündenfall, Gericht, Erwählung, Offenbarung, Verheißung, Bund, Erlösung.

Abraham's departure by József Molnár (Quelle: Wikipedia)

Gliederung

Das erste Buch Mose gliedert sich wie folgt:

  1. Die Erschaffung der Welt (Kap. 1 und 2)
  2. Der Sündenfall (3)
  3. Die Folgen der Sünde für die Menschheit (4 - 6)
  4. Gottes Neuanfang mit Noah und seiner Familie (6 - 9)
  5. Der Bund mit Noah ( 9 - 11)
  6. Die Rebellion beim Turmbau zu Babel ( 11,1-9)
  7. Die Berufung Abrahams (11,10 - 12,9)
  8. Abrahams Glaubenskampf (12,10 - 25,18)
  9. Isaak: Die Verheißung geht weiter (25,19 - 26,35)
  10. Jakob: der widerwillige Erbe (27 - 36)
  11. Josef: die Erfüllung der Verheißung (37 - 50)

Skepsis

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[accordion_item title='+ Es gibt viele Religionen. Welche ist die richtige?']

Obwohl es viele Religionen in der Welt gibt, haben diese gewisse Gemeinsamkeiten. Fast alle glauben an die Existenz eines vollkommenen und gerechten Schöpfers. Alle bemühen sich, Gott zu gefallen. Das Problem der Religionen ist jedoch, dass die Bemühungen ihrer Anhänger nicht unbedingt dem Maßstab der göttlichen Vollkommenheit entsprechen. Es besteht eine riesige Kluft zwischen dem, was Gott in seinen Geboten verlangt, und den Leistungen der Menschen. Der Apostel Paulus macht in seinem Brief an die Römer deutlich, dass die 10 Gebote zwar Gottes Gerechtigkeit offenbaren, aber gleichzeitig auch unsere Verfehlungen. Wenn wir ehrlich sind, verurteilt uns unser Gewissen, weil wir diese Gebote nicht halten können.
Die Gute Nachricht ist, dass Jesus Christus unser Retter ist. Er hat durch sein perfektes Leben Gottes Gerechtigkeit an unserer Stelle erfüllt und hat den Lohn für unsere Sünde am Kreuz bezahlt. Paulus schreibt deshalb: Denn der Sünde Sold ist der Tod; die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserm Herrn (Römer 6,23).

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[accordion_item title='+ Der Glaube setzt die Vernunft außer Kraft.']

Ist der Glaube an Gott ein Schritt ins Ungewisse? Sind Glaube und Vernunft unvereinbar?
Sicherlich nicht, wenn wir von dem Glauben an den Gott der Bibel sprechen. Das Neue Testament gebraucht für einen solchen Glauben das griechische Wort pistis. Dieses Wort bedeutet Vertrauen, Überzeugungsein Leben an etwas binden. Es ist etwas ganz anderes als zu sagen: Ich glaube, oder ich vermute, dass das Wetter am Wochenende schön sein wird.

Im Neuen Testament geht der Hebräerbrief sogar einen Schritt weiter und gibt uns folgende Definition des Glaubens: Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht siehtDer Glaube hat zwei Bestandteile: Hoffnung und Gewissheit. Man hofft auf die Verheißungen, die der Gott der Bibel uns durch seinen Sohn Jesus Christus gegeben hat. Man hat die Gewissheit, dass dieser Gott existiert und die Geschichte der Menschen lenkt.

Es gibt gute und vernünftige Gründe an einen Schöpfergott zu glauben. Es ist dagegen unvernünftig zu behaupten, dass die Welt zufällig entstanden ist. Der Apostel Paulus sagt in seinem Brief an die Römer: Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen Werken, wenn man sie wahrnimmt (Römer 1,20). Die Naturgesetze sind ein eindeutiger Beweis dafür, dass ein intelligenter und allmächtiger Gott die natürliche Welt erschaffen hat. Würde Gott nicht existieren, könnte man nicht vernünftig erklären, wie intelligentes Leben entstanden ist. 

Der christliche Glaube stützt sich nicht allein auf diese Erkenntnis, sondern vor allem auf das Zeugnis der Bibel. Zentrales Thema dieses Buches ist Jesus Christus. Es ist erstaunlich zu lesen, dass die Menschwerdung des Sohnes Gottes in zahlreichen Stellen des Alten Testaments vorausgesagt wurde. Jesus hat zu den Juden gesagt: Ihr sucht in der Schrift, denn ihr meint, ihr habt das ewige Leben darin; und sie ist's, die von mir zeugt (Johannes 5,39).

Die 12 Apostel sind zuverlässige Zeugen der Existenz Jesu. Petrus sagt in seinem 2.Brief: Denn wir sind nicht ausgeklügelten Fabeln gefolgt, als wir euch kundgetan haben die Kraft und das Kommen unseres Herrn Jesus Christus; sondern wir haben seine Herrlichkeit selber gesehen. Denn er empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Preis durch eine Stimme, die zu ihm kam von der großen Herrlichkeit: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. Und diese Stimme haben wir gehört vom Himmel kommen, als wir mit ihm waren auf dem heiligen Berge. Umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen (2 Petrus 1,16-19).

Jesus Christus ist drei Tage nach seinem Tod am Kreuz auferstanden. Paulus schreibt in seinem 1. Korintherbrief, dass er folgendes weitergegeben hat: Dass Christus gestorben ist für unsre Sünden nach der Schrift; und dass er begraben worden ist; und dass er auferstanden ist am dritten Tage nach der Schrift; und dass er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zwölfen. Danach ist er gesehen worden von mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten noch heute leben, einige aber sind entschlafen. Danach ist er gesehen worden von Jakobus, danach von allen Aposteln. Zuletzt von allen ist er auch von mir als einer unzeitigen Geburt gesehen worden (1 Korinther 15,3-8).

Biblischer Glaube ist wohl vernünftig. Wer an Christus glaubt, schaltet nicht sein Gehirn aus, sondern gleicht einem Menschen, der ein Haus baute und grub tief und legte den Grund auf Fels (Lukas 6,48).

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[accordion_item title='+ Gott ist eine Erfindung der Kirche.']

Der Gedanke, dass Gott eine reine Erfindung der Kirche wäre, kann man den sogenannten Verschwörungstheorien zuordnen. Eine solche Behauptung macht wenig Sinn:

  • Der Glaube an Gott ist ein universales Phänomen. In vielen Kulturen der Welt wird seit Jahrtausenden an einen Schöpfergott geglaubt (Theismus). Behaupten, dass im Laufe der Geschichte die christliche Kirche alle diese Kulturen beeinflusst hätte, ist unhaltbar.
  • Es gibt Theorien, wie zum Beispiel die aus dem bekannten Roman von Dan Brown Sakrileg (Da Vinci Code), dass die Kirche die wahre Geschichte der frühen Christenheit verfälscht hätte. In Wirklichkeit enthalten diese Theorien falsche Behauptungen und lassen klare Beweise, die dagen sprechen, völlig außer Acht.

Wir können mit Sicherheit sagen, dass die Evangelien, die wir heute besitzen, zuverlässige Dokumente sind und deshalb vertrauenswürdig. Judas, der leibliche Bruder Jesu, lädt die Christen ein, sich für den Glauben einzusetzen, der ein für alle Mal den Heiligen überliefert ist (Judas 3). Er will damit sagen, dass in er Urgemeinde ein klarer Konsens herrschte, als es um die Person und die Mission Jesu ging.

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[accordion_item title='+ Wenn es Gott gibt, warum lässt er das Leid zu?']

Diese Frage ist mit Sicherheit eine berechtigte Frage und nicht leicht zu beantworten. Wie kann ein weiser und guter Gott Kriege oder Naturkatastrophen zulassen, die unschuldige Kinder töten? Spricht die Tatsache, dass solche Dinge immer wieder passieren, nicht dafür, dass wir in einem Universum leben, das vom Zufall regiert wird?

Die Bibel gibt keine endgültige Antwort zu der Frage, weshalb es so viel Übel gibt. Das Böse ist auf jeden Fall eine Folge der Sünde. Menschen verursachen Kriege und Naturkastastrophen sind oft Gerichte, die Gott übt, um sie zu bestrafen. Kein Mensch kann behaupten, dass er keine Verantwortung trägt. Denken wir zum Beispiel an die Ursachen der globalen Erwärmung! Die Bibel betont, dass die Menschen allesamt Sünder sind und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten (Römer 3,23). Die Konsequenz der Sünde ist nicht nur der leibliche Tod, sondern auch ewige Trennung von Gott. 

Wir lernen, dass Gott das Problem gelöst hat, indem er seinen Sohn in die Welt gesandt hat. Jesus Christus hat dem Tod (dem Übel) seine Macht genommen. Er ist am Kreuz für die Sünden der Menschen gestorben. Wer an ihn glaubt, wird gerecht gesprochen und empfängt ewiges Leben. Der Römerbrief betont: Wie nun durch die Sünde des Einen die Verdammnis über alle Menschen gekommen ist, so ist auch durch die Gerechtigkeit des Einen für alle Menschen die Rechtfertigung gekommen, die zum Leben führt (Römer 5,18).

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[accordion_item title='+ Religion verursacht die meisten Kriege.']

Es stimmt, dass viele Hassprediger zum "heiligen" Krieg aufrufen und zahlreiche Konflikte einen religiösen Hintergrund haben, aber zu behaupten, dass die Religion die meisten Kriege verursacht, ist einfach falsch. Kriegsverbrecher wie Hitler, Stalin oder Pol Pot waren keine Gläubige. Hat Jesus Christus nicht gesagt: Wer das Schwert nimmt, der soll durchs Schwert umkommen? Die Hauptursache für Krieg ist in Wirklichkeit das böse Herz des Menschen. Der Mensch handelt oft aus Gier, Neid und Stolz. Das sind die wahren Gründe für den Krieg. Es is auch wichtig zu verstehen, dass Religion auch nicht vermag, das böse Herz der Menschen zu verändern. Es muss etwas außergewöhnliches in dem Menschen passieren. Jesus Christus hat zu einem religiösen Führer des Volkes Israel einmal gesagt: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen (Johannes 3,3). Echter Glaube, der zum Frieden führt, muss uns von Gott geschenkt werden. Es ist nicht das Resultat von menschlichen Anstrengungen, sondern der Gnade Gottes.

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[accordion_item title='+ Religion ist nur für schwache Menschen.']

Karl Marx hat einmal gesagt: die Religion ist das Opium des Volkes. Er meinte damit, dass die Religion Ausdruck des gesellschaftlichen Elends ist und gleichzeitig als Mittel dient, das Volk zu unterdrücken. Marx bezog sich zum Teil auf Feuerbach, der behauptete, Gott sei nach dem Bilde des Menschen geschaffen worden und nicht umgekehrt.

Es stimmt schon, dass Religion in manchen Fällen nur ein Ausdruck unserer inneren Wünsche ist, aber das gilt nicht immer. Wir sind der Meinung, dass der biblische Glaube eine objektive Grundlage besitzt und dass viele Christen, die an Jesus Christus glauben, sehr starke Persönlichkeiten haben, Gutes tun und ihre Umwelt positiv beeinflussen. Der Apostel Paulus war ein solcher Mensch. Er sagt von sich selbst:  Denn die Liebe Christi drängt uns, zumal wir überzeugt sind, dass, wenn "einer" für alle gestorben ist, so sind sie "alle" gestorben. Und er ist darum für alle gestorben, damit, die da leben, hinfort nicht sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferstanden ist (2 Korinther 5,14-15).

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[accordion_item title='+ Ich bin mein eigener Herr.']

Der Gedanke, dass man sein Leben völlig im Griff haben kann, ist falsch und gefährlich zugleich. Jesus hat einmal die Geschichte von einem reichen Kornbauer erzählt: Es war ein reicher Mensch, dessen Feld hatte gut getragen. Und er dachte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun? Ich habe nichts, wohin ich meine Früchte sammle. Und sprach: Das will ich tun: Ich will meine Scheunen abbrechen und größere bauen und will darin sammeln all mein Korn und meine Vorräte und will sagen zu meiner Seele: Liebe Seele, du hast einen großen Vorrat für viele Jahre; habe nun Ruhe, iss, trink und habe guten Mut! Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr! Diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern; und wem wird dann gehören, was du angehäuft hast? So geht es dem, der sich Schätze sammelt und ist nicht reich bei Gott (Lukas 12,16-21).

Wenn Gott unser Schöpfer ist, ist er auch unser Herr, vor dem wir uns verantworten müssen. Gott ruft uns auf, unsere sinnlosen Gedanken aufzugeben, an ihn zu glauben und ihm zu gehorchen. 

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Der Römerbrief ist nicht wegen seiner Länge, sondern aus theologischer Sicht, der wichtigste Brief des Apostels Paulus. Man erzählt, dass Martin Luther durch diesen Brief zum Glauben gekommen ist. Paulus erklärt in diesem Brief das Evangelium, die Gute Nachricht von Jesus Christus.

Paulus schreibt den Römerbrief aus Korinth, im Jahre 57, während seiner dritten Missionsreise. Er hat sich vorgenommen, die Gemeinde in Rom zu besuchen, bevor er nach Spanien reist. Diese Gemeinde hat er selbst nicht gegründet, hat aber viel Gutes von ihr gehört. Sein Wunsch ist deshalb, den Christen in Rom das Evangelium zu entfalten. Er fasst seine Lehre des Evangeliums im Vorfeld in einem langen Einschub (vom Kap 1, Vers 18 bis Kap 11, Vers 36), bevor er im Kap 12 zur Praxis kommt. Für Paulus kann es keine wahre Glaubenspraxis geben, wenn man das Evangelium nicht vorher verstanden hat.

Rom

Der Römerbrief gliedert sich wie folgt:

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  • Gottes Gerechtigkeit wird im Evangelium offenbart (1,1-17)
  • Gott ist zornig auf die Sünder (1,18 - 3,20)
  • Gottes Gerechtigkeit in Jesus Christus gilt für Juden und Heiden (3,21 - 4,25)
  • Die Gerechtigkeit aus Glauben schafft Hoffnung (5,1 - 8,39)
  • Gottes Gerechtigkeit und die Zukunft Israels (9,1 - 11,36)
  • Gottes Gerechtigkeit im Alltag (12,1 - 15,13)
  • Der Fortschritt des Evangeliums durch Paulus Mission (15,14 - 16,24)
  • Schlusswort (16,25-27)

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Wir hören oft, dass Christen nicht mehr unter dem Gesetz sind. Diese Behauptung ist richtig, denn Paulus betont in Römer 6,14:

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Denn die Sünde wird nicht herrschen können über euch, weil ihr ja nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade.

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Gesetz und Gnade (d.h. Evangelium) vertragen sich nicht: das Eine fordert etwas von uns, die Andere verspricht uns etwas. Auch in seinem Galaterbrief sieht Paulus Geist (Synonym von Gnade) und Gesetz als gegensätzlich: 

[block color="#000" background="#CCFFFF"]

Regiert euch aber der Geist, so seid ihr nicht unter dem Gesetz.

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Heißt es deshalb, dass ein Christ mit dem Gesetz nichts mehr zu tun hat? Ist er ein "Gesetzloser", weil der Geist Gottes in ihm regiert?

Ich denke, hier liegt ein wichtiges Missverständnis vor. Dass der Christ nicht mehr "unter" dem Gesetz ist, bedeutet keineswegs, dass das Gesetz in unserem Leben nichts mehr zu sagen hat.

Es ist deshalb wichtig, dass wir uns fragen: Wozu gibt es das Gesetz? Welche Rolle oder welchen Gebrauch hat es noch?

Die Heilige Schrift erwähnt drei Anwendungen oder Gebräuche des Gesetzes:

  1. Das Gesetz zeigt uns unsere Ungerechtigkeit und führt uns zu Christus.
  2. Das Gesetz verhindert die Ausbreitung der Gesetzlosigkeit in der Welt.
  3. Das Gesetz zeigt dem Christen wie er Gott gefallen kann.

Das deutsche Wort Evangelium kommt von dem griechischen Euangelion und bedeutet Siegesnachricht. Der Begriff kommt aus dem Militärvokabular und wurde verwendet, als es darum ging, einen Sieg über die Feinde zu verkünden. Die Autoren des Neuen Testament machen sich das Wort zu Eigen, um den größten Sieg der Geschichte zu verkünden: den Sieg Jesu Christi über die Sünde und den Tod.

Evangelium

Aber was ist das Evangelium genau? Es gibt heute viele Definitionen davon. Man hört zum Beispiel, dass Christen das Evangelium leben sollen. Sie sollen sich nach dem Vorbild Jesu verhalten. Dass wir Jesus nachahmen sollen, ist sicherlich richtig, aber das ist nicht das Evangelium. Bei der Guten Nachricht geht es nämlich um Dinge, die Jesus Christus selbst für uns getan hat und die wir nicht wiederholen können. Wir werden aufgefordert, an diese Taten zu glauben, weil sie für uns lebensnotwendig sind. Dabei geht es nicht in erster Linie um das jetzige Leben, sondern um das ewige Leben bei Gott.

Das Evangelium sagt die Wahrheit über Gott, über uns selbst, über Christus und über die Errettung.

Die Wahrheit über Gott

Was wissen wir über Gott? Wir würden sehr wenig über ihn wissen, wenn die Bibel uns nicht berichten würde, wer Gott ist und wie er in der Geschichte handelt. Gott offenbart sich als der allmächtige Schöpfer des Universums. Seit Ewigkeit her ist er vollkommen gut, heilig und gerecht. Dass er allmächtig und Schöpfer aller Dinge ist, fällt sofort auf, wenn wir die Natur betrachten (Römer 1, 20). Die Bibel sagt aber auch, dass Gott ein heiliger Gott ist. Er ist heilig, d.h ganz anders als wir uns vorstellen können und ihn können wir nicht manipulieren. Wir dürfen ihn nicht auf den Status eines Idols herabsetzen. Das ist das, was im Vater Unser gemeint ist, wenn wir beten: Dein Name werde geheiligt.