Obwohl kürzer, ist der Galaterbrief in manchen Hinsichten genauso wichtig wie der Brief an die Römer. Paulus erklärt in diesem Brief an die christlichen Gemeinden von Kleinasien, dass die Heiden, die zum Glauben kommen, nicht mehr unter dem Gesetz Moses stehen. Sie werden vor Gott allein durch den Glauben an Jesus Christus gerechtfertigt, ohne die Werke des Gesetzes.

Paulus hat möglicherweise den Galaterbrief vor dem Konzil von Jerusalem (48/49 nach Chr.)  geschrieben und nachdem er die Region der Galater evangelisiert hat (47/48 nach Chr.).

Kappadokien

Der Brief lässt sich in folgenden Teilen gliedern:

  • Vorwort (1,1-9)
  • Wie Paulus die Wahrheit des Evangeliums verteidigt hat (1,10 - 2,21)
  • Paulus wendet sich an die Galater (3,1 - 5,12)
  • Leben durch den Geist und in der Liebe (5,13 - 6,10)
  • Letzte Warnung (6,11-18)

Je nachdem zu welcher christlichen Konfession man gehört, hat das Mahl des Herrn eine besondere Bedeutung. In bestimmten Gemeinden wird es wöchentlich gefeiert, in anderen nur einmal im Jahr. Bei uns, in der Immanuelgemeinde, wird das Abendmahl mindestens zweimal im Monat gefeiert.

Was ist die Bedeutung des Abendmahls? Paulus sagt im ersten Korintherbrief:

Denn ich habe von dem Herrn empfangen, was ich euch weitergegeben habe: Der Herr Jesus, in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, dankte und brach's und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis. Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut; das tut, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis.  1Kor 11,23-25

WeihnachtenIn der Woche vom 8. bis zum 14. Dezember werden wir auf den Straßen und auf vielen Weihnachtsmärkten der Region einen Flyer verteilen, wo es um den Sinn von Weihnachten geht. Darin wird erklärt, dass es an Weihnachten nicht nur um Familientreffen, Ferien, Weihnachtsbäume, gutes Essen und Geschenke geht, sondern vor allem um die Geburt Jesu.

Das ist der wahre Sinn von Weihnachten, was uns wahre Freude schenken kann!

Ob die Geburt Jesu tatsächlich an einem 24. Dezember stattgefunden hat, oder früher in September-Oktober, ist nicht das Thema, denke ich. Wichtig ist, dass Gott in Jesus Christus Mensch geworden ist.

Der Prophet Jesaja verkündigt das Erscheinen des Sohnes Gottes in Fleisch und Blut so:

Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell. Du weckst lauten Jubel, du machst groß die Freude.  Jesaja 9,1-2

Diese Erscheinung (Epiphanie), die der Prophet mehr als 700 Jahre vorher prophezeit, soll Grund zur überschwenglichen Freude werden. Aber warum denn? Weil Gott seinen Sohn in die Welt sendet, um die Menschheit zu erlösen. Er soll sie von ihren Sünden erlösen. Deshalb kann das Kommen Jesu für uns nur Freude bedeuten, wenn wir verstehen, wie sehr die Sünde uns von Gott trennt.

Das Ziel, das Jesus vor Augen hatte, als er Mensch geworden ist, war das Kreuz. Dort sollte er als unser Vertreter sterben. So kann der Apostel Paulus im Römerbrief verkünden:

Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.  Römer 5,8

 

Ziel des Gottesdienstes ist die Verherrlichung Gottes durch seine Gemeinde. Paulus betont in seinem Brief an die Epheser, dass Gott Menschen zum Lob seiner Herrlichkeit erkauft hat (Eph. 1,12).

An dem Gottesdienst ist aber nicht nur die Gemeinde beteiligt, sondern auch Gott. Gott ist nicht passiv dabei, sondern erneut dadurch seine Gemeinschaft mit uns. Der Gottesdienst ist deshalb ein Dialog: Gott spricht zu uns durch die Mittel seiner Gnade (das Bibelwort, Taufe und Abendmahl) und wir antworten mit unserer Anbetung, durch geistliche Lieder und Gebete, indem wir auch seinem Wort gehorchen.

Das Neue Testament spricht auch von Gottesdienst, wenn es darum geht, sich Gott ganz zur Verfügung zu stellen. Wir lesen zum Beispiel im Römerbrief:

Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig ist. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst. 
Römer 12,1

Hauptthema des ersten Buches Mose ist die Entstehung der Welt. Deshalb wird dieses Buch auf griechisch "Genesis" genannt, d.h. Geburt, Entstehung. Der hebräische Name des Buches ist bereschit: "Im Anfang".

Das erste Buch Mose ist Teil der Tora (des Pentateuchs) und will uns als solches über den Anfang der Welt belehren. Die erste Bedeutung des hebr. Wortes Tora ist nicht Gesetz, wie wir oft denken, sondern Unterweisung.

Das Buch Genesis beantwortet wichtige Fragen wie:

  1. Woher kommt unsere Welt?
  2. Woher kommt der Mensch?
  3. Warum gibt es so viel Übel in der Welt?
  4. Wo ist Gott und was macht er?

Erstaunlicherweise behandelt das erste Buch Mose alle wichtige Themen, die wir im Alten Testament begegnen: Schöpfung, Sündenfall, Gericht, Erwählung, Offenbarung, Verheißung, Bund, Erlösung.

Abraham's departure by József Molnár (Quelle: Wikipedia)

Gliederung

Das erste Buch Mose gliedert sich wie folgt:

  1. Die Erschaffung der Welt (Kap. 1 und 2)
  2. Der Sündenfall (3)
  3. Die Folgen der Sünde für die Menschheit (4 - 6)
  4. Gottes Neuanfang mit Noah und seiner Familie (6 - 9)
  5. Der Bund mit Noah ( 9 - 11)
  6. Die Rebellion beim Turmbau zu Babel ( 11,1-9)
  7. Die Berufung Abrahams (11,10 - 12,9)
  8. Abrahams Glaubenskampf (12,10 - 25,18)
  9. Isaak: Die Verheißung geht weiter (25,19 - 26,35)
  10. Jakob: der widerwillige Erbe (27 - 36)
  11. Josef: die Erfüllung der Verheißung (37 - 50)