Wir leben in einer Zeit, in der Intoleranz und religiöser Fanatismus immer mehr an Boden gewinnen. Natürlich befürwortet noch die größte Mehrheit der Menschen Frieden und gegenseitigen Respekt, aber die Terrorakte von Paris und San Bernardino (wir reden nicht von den Anschlägen, die täglich in gewissen Ländern stattfinden) zeigen uns, dass zahlreiche Menschen ein anderes Gesellschaftsmodell als unseres befürworten. Der radikale Islam zum Beispiel ist der Auffassung, dass Gerechtigkeit auf Erden nur möglich ist, wenn die Scharia umgesetzt wird. Für Jihadisten lohnt es sich deshalb, ihr Leben für dieses Ziel zu geben, wie Menschen bei uns damals ihr Leben für die Demokratie eingesetzt haben.

Was ist die Antwort unserer Gesellschaft zum religiösen Fanatismus?

Einige sind der Meinung, dass man die Religion lieber abschaffen und einen Kult der Vernunft befürworten sollte (wie zur Zeit der franz. Revolution). Es ist interessant zu sehen, was aus dieser Idee geworden ist: ein noch größerer Schrecken!

Andere vertreten dagegen die Ansicht, dass jede Religion respektiert werden sollte, weil sie einen Teil der Wahrheit enthält. Fanatiker wären sowieso nicht repräsentativ und nur eine kleine Minderheit bilden.

Das Wort Dreieinigkeit (oder Dreifaltigkeit) kommt zwar in der Bibel nicht vor; der Begriff ist dennoch nützlich und macht deutlich, dass wir an EINEN EINZIGEN Gott glauben, der aber in drei Personen besteht: dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wie damals in der Kirchengeschichte, gibt es heute viele Menschen, die eine solche wichtige Lehre der Schrift ablehnen. Atheisten glauben, dass Jesus nur ein Mensch war. Muslime bekennen, dass Gott einzig ist und keinen Sohn hat. Die Zeugen Jehovas vertreten zwar die Meinung, dass Jesus Christus ein hoher Engel war, sie bestreiten aber, dass er Gott ist.

Jesus Christus ist Gott.

Das Alte Testament verkündet, dass der LOGOS vom Anbeginn der Zeit zu Gott gehörte (Spr. 8,22). Alles wurde durch ihn geschaffen und er selbst wurde nicht erschaffen.

1. Gott ist der Schöpfer und ein souveräner Herr.

Gott ist der Schöpfer allen Lebens. Er hat nicht die Erde erschaffen und sie dem Zufall überlassen. Nein, er erhält sie und regiert sie ständig durch seine Allmacht. Dass du existieren darfst, war Gottes Idee. Gott möchte deshalb, dass du ihn von ganzem Herzen liebst und ihm mit all deiner Kraft dienst.

Geistliche Gesetze 1

Jetzt wirst du vielleicht sagen: Aber ich wurde nicht gefragt, als er mich erschaffen hat? Wie kann Gott etwas von mir fordern und mich dafür verantwortlich machen, wenn ich gar keine Wahl hatte?

Ich glaube an Gott, den Vater,
den Allmächtigen, 
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, 
empfangen durch den Heiligen Geist, 
geboren von der Jungfrau Maria, 
gelitten unter Pontius Pilatus, 
gekreuzigt, gestorben und begraben, 
hinabgestiegen in das Reich des Todes, 
am dritten Tage auferstanden von den Toten, 
aufgefahren in den Himmel; 
er sitzt zur Rechten Gottes, 
des allmächtigen Vaters; 
von dort wird er kommen, 
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist
die heilige christliche Kirche, 
Gemeinschaft der Heiligen, 
Vergebung der Sünden, 
Auferstehung der Toten 
und das ewige Leben. 

Amen.

Das Buch der Psalmen (man sagt auch oft Psalter) ist eine Sammlung von 150 Gedichten. Das Wort "Psalm" kommt aus dem griechischen "psalmos" und übersetzt das hebräische Wort "mizmor" (Lied). Die Psalmen sind in der Tat Lieder, die zum Lob Gottes geschrieben wurden. Sie wurden oft im Tempel, im Rahmen des Gottesdienstes, gesungen. Wir lesen zum Beispiel in ersten Buch Chronik, dass König David musikalisch begabte Männer wie die Söhne Asafs, Hemans und Jedutuns dazu bestimmt hatte, Gott zu loben (1 Chr. 25,1)

Psalmen

Der hebräische Name des Buchs ist "Tehilim", d.h. "Hymnen" oder "Loblieder". Damit ist klar, zu welchem Zweck die Psalmen geschrieben worden sind: um Gott zu loben. Dass sie keinem strengen liturgischen Muster entsprechen, sondern diverse Arten von Emotionen ausdrücken, zeigt auch, was wir unter Anbetung verstehen sollen: Anbetung geschieht, wenn der Mensch sein Herz vor Gott öffnet und staunt vor seiner Majestät.