Hindernisse des Glaubens

Skepsis

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Obwohl es viele Religionen in der Welt gibt, haben diese gewisse Gemeinsamkeiten. Fast alle glauben an die Existenz eines vollkommenen und gerechten Schöpfers. Alle bemühen sich, Gott zu gefallen. Das Problem der Religionen ist jedoch, dass die Bemühungen ihrer Anhänger nicht unbedingt dem Maßstab der göttlichen Vollkommenheit entsprechen. Es besteht eine riesige Kluft zwischen dem, was Gott in seinen Geboten verlangt, und den Leistungen der Menschen. Der Apostel Paulus macht in seinem Brief an die Römer deutlich, dass die 10 Gebote zwar Gottes Gerechtigkeit offenbaren, aber gleichzeitig auch unsere Verfehlungen. Wenn wir ehrlich sind, verurteilt uns unser Gewissen, weil wir diese Gebote nicht halten können.
Die Gute Nachricht ist, dass Jesus Christus unser Retter ist. Er hat durch sein perfektes Leben Gottes Gerechtigkeit an unserer Stelle erfüllt und hat den Lohn für unsere Sünde am Kreuz bezahlt. Paulus schreibt deshalb: Denn der Sünde Sold ist der Tod; die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserm Herrn (Römer 6,23).

Ist der Glaube an Gott ein Schritt ins Ungewisse? Sind Glaube und Vernunft unvereinbar?
Sicherlich nicht, wenn wir von dem Glauben an den Gott der Bibel sprechen. Das Neue Testament gebraucht für einen solchen Glauben das griechische Wort pistis. Dieses Wort bedeutet Vertrauen, Überzeugungsein Leben an etwas binden. Es ist etwas ganz anderes als zu sagen: Ich glaube, oder ich vermute, dass das Wetter am Wochenende schön sein wird.

Im Neuen Testament geht der Hebräerbrief sogar einen Schritt weiter und gibt uns folgende Definition des Glaubens: Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht siehtDer Glaube hat zwei Bestandteile: Hoffnung und Gewissheit. Man hofft auf die Verheißungen, die der Gott der Bibel uns durch seinen Sohn Jesus Christus gegeben hat. Man hat die Gewissheit, dass dieser Gott existiert und die Geschichte der Menschen lenkt.

Es gibt gute und vernünftige Gründe an einen Schöpfergott zu glauben. Es ist dagegen unvernünftig zu behaupten, dass die Welt zufällig entstanden ist. Der Apostel Paulus sagt in seinem Brief an die Römer: Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen Werken, wenn man sie wahrnimmt (Römer 1,20). Die Naturgesetze sind ein eindeutiger Beweis dafür, dass ein intelligenter und allmächtiger Gott die natürliche Welt erschaffen hat. Würde Gott nicht existieren, könnte man nicht vernünftig erklären, wie intelligentes Leben entstanden ist. 

Der christliche Glaube stützt sich nicht allein auf diese Erkenntnis, sondern vor allem auf das Zeugnis der Bibel. Zentrales Thema dieses Buches ist Jesus Christus. Es ist erstaunlich zu lesen, dass die Menschwerdung des Sohnes Gottes in zahlreichen Stellen des Alten Testaments vorausgesagt wurde. Jesus hat zu den Juden gesagt: Ihr sucht in der Schrift, denn ihr meint, ihr habt das ewige Leben darin; und sie ist's, die von mir zeugt (Johannes 5,39).

Die 12 Apostel sind zuverlässige Zeugen der Existenz Jesu. Petrus sagt in seinem 2.Brief: Denn wir sind nicht ausgeklügelten Fabeln gefolgt, als wir euch kundgetan haben die Kraft und das Kommen unseres Herrn Jesus Christus; sondern wir haben seine Herrlichkeit selber gesehen. Denn er empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Preis durch eine Stimme, die zu ihm kam von der großen Herrlichkeit: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. Und diese Stimme haben wir gehört vom Himmel kommen, als wir mit ihm waren auf dem heiligen Berge. Umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen (2 Petrus 1,16-19).

Jesus Christus ist drei Tage nach seinem Tod am Kreuz auferstanden. Paulus schreibt in seinem 1. Korintherbrief, dass er folgendes weitergegeben hat: Dass Christus gestorben ist für unsre Sünden nach der Schrift; und dass er begraben worden ist; und dass er auferstanden ist am dritten Tage nach der Schrift; und dass er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zwölfen. Danach ist er gesehen worden von mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten noch heute leben, einige aber sind entschlafen. Danach ist er gesehen worden von Jakobus, danach von allen Aposteln. Zuletzt von allen ist er auch von mir als einer unzeitigen Geburt gesehen worden (1 Korinther 15,3-8).

Biblischer Glaube ist wohl vernünftig. Wer an Christus glaubt, schaltet nicht sein Gehirn aus, sondern gleicht einem Menschen, der ein Haus baute und grub tief und legte den Grund auf Fels (Lukas 6,48).

Der Gedanke, dass Gott eine reine Erfindung der Kirche wäre, kann man den sogenannten Verschwörungstheorien zuordnen. Eine solche Behauptung macht wenig Sinn:

  • Der Glaube an Gott ist ein universales Phänomen. In vielen Kulturen der Welt wird seit Jahrtausenden an einen Schöpfergott geglaubt (Theismus). Behaupten, dass im Laufe der Geschichte die christliche Kirche alle diese Kulturen beeinflusst hätte, ist unhaltbar.
  • Es gibt Theorien, wie zum Beispiel die aus dem bekannten Roman von Dan Brown Sakrileg (Da Vinci Code), dass die Kirche die wahre Geschichte der frühen Christenheit verfälscht hätte. In Wirklichkeit enthalten diese Theorien falsche Behauptungen und lassen klare Beweise, die dagen sprechen, völlig außer Acht.

Wir können mit Sicherheit sagen, dass die Evangelien, die wir heute besitzen, zuverlässige Dokumente sind und deshalb vertrauenswürdig. Judas, der leibliche Bruder Jesu, lädt die Christen ein, sich für den Glauben einzusetzen, der ein für alle Mal den Heiligen überliefert ist (Judas 3). Er will damit sagen, dass in er Urgemeinde ein klarer Konsens herrschte, als es um die Person und die Mission Jesu ging.

Diese Frage ist mit Sicherheit eine berechtigte Frage und nicht leicht zu beantworten. Wie kann ein weiser und guter Gott Kriege oder Naturkatastrophen zulassen, die unschuldige Kinder töten? Spricht die Tatsache, dass solche Dinge immer wieder passieren, nicht dafür, dass wir in einem Universum leben, das vom Zufall regiert wird?

Die Bibel gibt keine endgültige Antwort zu der Frage, weshalb es so viel Übel gibt. Das Böse ist auf jeden Fall eine Folge der Sünde. Menschen verursachen Kriege und Naturkastastrophen sind oft Gerichte, die Gott übt, um sie zu bestrafen. Kein Mensch kann behaupten, dass er keine Verantwortung trägt. Denken wir zum Beispiel an die Ursachen der globalen Erwärmung! Die Bibel betont, dass die Menschen allesamt Sünder sind und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten (Römer 3,23). Die Konsequenz der Sünde ist nicht nur der leibliche Tod, sondern auch ewige Trennung von Gott. 

Wir lernen, dass Gott das Problem gelöst hat, indem er seinen Sohn in die Welt gesandt hat. Jesus Christus hat dem Tod (dem Übel) seine Macht genommen. Er ist am Kreuz für die Sünden der Menschen gestorben. Wer an ihn glaubt, wird gerecht gesprochen und empfängt ewiges Leben. Der Römerbrief betont: Wie nun durch die Sünde des Einen die Verdammnis über alle Menschen gekommen ist, so ist auch durch die Gerechtigkeit des Einen für alle Menschen die Rechtfertigung gekommen, die zum Leben führt (Römer 5,18).

Es stimmt, dass viele Hassprediger zum "heiligen" Krieg aufrufen und zahlreiche Konflikte einen religiösen Hintergrund haben, aber zu behaupten, dass die Religion die meisten Kriege verursacht, ist einfach falsch. Kriegsverbrecher wie Hitler, Stalin oder Pol Pot waren keine Gläubige. Hat Jesus Christus nicht gesagt: Wer das Schwert nimmt, der soll durchs Schwert umkommen? Die Hauptursache für Krieg ist in Wirklichkeit das böse Herz des Menschen. Der Mensch handelt oft aus Gier, Neid und Stolz. Das sind die wahren Gründe für den Krieg. Es is auch wichtig zu verstehen, dass Religion auch nicht vermag, das böse Herz der Menschen zu verändern. Es muss etwas außergewöhnliches in dem Menschen passieren. Jesus Christus hat zu einem religiösen Führer des Volkes Israel einmal gesagt: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen (Johannes 3,3). Echter Glaube, der zum Frieden führt, muss uns von Gott geschenkt werden. Es ist nicht das Resultat von menschlichen Anstrengungen, sondern der Gnade Gottes.

Karl Marx hat einmal gesagt: die Religion ist das Opium des Volkes. Er meinte damit, dass die Religion Ausdruck des gesellschaftlichen Elends ist und gleichzeitig als Mittel dient, das Volk zu unterdrücken. Marx bezog sich zum Teil auf Feuerbach, der behauptete, Gott sei nach dem Bilde des Menschen geschaffen worden und nicht umgekehrt.

Es stimmt schon, dass Religion in manchen Fällen nur ein Ausdruck unserer inneren Wünsche ist, aber das gilt nicht immer. Wir sind der Meinung, dass der biblische Glaube eine objektive Grundlage besitzt und dass viele Christen, die an Jesus Christus glauben, sehr starke Persönlichkeiten haben, Gutes tun und ihre Umwelt positiv beeinflussen. Der Apostel Paulus war ein solcher Mensch. Er sagt von sich selbst:  Denn die Liebe Christi drängt uns, zumal wir überzeugt sind, dass, wenn "einer" für alle gestorben ist, so sind sie "alle" gestorben. Und er ist darum für alle gestorben, damit, die da leben, hinfort nicht sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferstanden ist (2 Korinther 5,14-15).

Der Gedanke, dass man sein Leben völlig im Griff haben kann, ist falsch und gefährlich zugleich. Jesus hat einmal die Geschichte von einem reichen Kornbauer erzählt: Es war ein reicher Mensch, dessen Feld hatte gut getragen. Und er dachte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun? Ich habe nichts, wohin ich meine Früchte sammle. Und sprach: Das will ich tun: Ich will meine Scheunen abbrechen und größere bauen und will darin sammeln all mein Korn und meine Vorräte und will sagen zu meiner Seele: Liebe Seele, du hast einen großen Vorrat für viele Jahre; habe nun Ruhe, iss, trink und habe guten Mut! Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr! Diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern; und wem wird dann gehören, was du angehäuft hast? So geht es dem, der sich Schätze sammelt und ist nicht reich bei Gott (Lukas 12,16-21).

Wenn Gott unser Schöpfer ist, ist er auch unser Herr, vor dem wir uns verantworten müssen. Gott ruft uns auf, unsere sinnlosen Gedanken aufzugeben, an ihn zu glauben und ihm zu gehorchen.